Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Sehr geehrte stellv. Kreispräsidentin Elke Schreiber,
sehr geehrter Kreispräsident Klaus-Peter Dieck,
sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes des Trägervereins,
sehr geehrte Schülerinnen und Schüler und Lehrer,
sehr geehrte Damen und Herren,
Der 27. 1. wurde auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum offiziellen deutschen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und von den Vereinten Nationen zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts erklärt.
Die Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz jährt sich in diesem Jahr zum 74. Mal.
Wir sind heute zusammengekommen, um den vielen Millionen Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihr Leben verloren, verfolgt oder drangsaliert wurden, in Ehren zu gedenken.
Mit Ihrer Teilnahme heute zeigen Sie, verbunden mit der aktiven Auseinandersetzung unserer Geschichte, dass die Erinnerung lebendig bleibt und dies die beste Versicherung gegen Völkerhass und Nationalsozialismus ist.

Es liegt in unserer Verantwortung und in der Verantwortung der folgenden Generationen, die Erinnerung wach zu halten, damit die Opfer nie in Vergessenheit geraten.
Die Generation der Opfer – wie auch der Täter – stirbt langsam aus und mit ihr auch die Persönlichen Bezüge zu diesem Abschnitt der deutschen Geschichte.
An jedem Jahrestag der Befreiung gibt es weniger Überlebende, die die Erfahrungen weitergeben
Können.
Daher sind auch wir aufgefordert, Bildungsprogramme zu entwickeln, damit die Erinnerung lebendig gehalten wird und sich so etwas schreckliches wie Ausschwitz nicht wiederholt.
Es ist von enormer Bedeutung, unsere Jugendlichen und unser Kinder in die Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte Deutschlands einzubeziehen, sei es die Gedenkveranstaltungen, durch Vorträge Lesungen Begegnungen mit Zeitzeugen oder Führungen in den KZ-Gedenkstätten.
Hier bedanke ich mich ausdrücklich beim Trägerverein für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule am Marschweg, der Dietrich Bonhoeffer Schule und unserem Gymnasium.
Zum heutigen Tag haben Schülerinnen und Schüler des Q2 Jahrgangs des Gymnasiums, initiiert aus dem Unterrichtsfach „Darstellendes Spiel „ zum wiederholten Male eine Aufführung mit szenischen Darstellungen vorbereitet.
Das Thema der diesjährigen Veranstaltung wurde unter das Motto „Menschlichkeit – Entmenschlichung – Mensch sein in unmenschlichen Zeiten gestellt.
Unter der Leitung von Frau Lehrmann- Willenbrock haben sich 18 Schülerinnen und Schüler dieser Aufgabe gewidmet.
Hierfür meinen recht herzlichen Dank an die Akteure.
Bedanken möchte ich mich auch bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die jahrzehntelang die Erinnerungskultur in Kaltenkirchen aufgebaut und wach gehalten haben.
Hier stellvertretend bei dem Trägerverein für die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch.
Ich wünsche uns eine würdevolle Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und bin neugierig auf die Präsentation des Gymnasiums.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Hans-Jürgen Scheiwe

Bürgervorsteher

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