Neujahrsrede Bürgermeister Hanno Krause

Rede

des Bürgermeisters Hanno Krause zum Neujahrsauftakt 2017 Kaltenkirchen

(Es gilt das gesprochene Wort)

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

sehr geehrte Gäste, insbesondere der Umland- und Partnergemeinden.

 

Die Welt um uns herum wird immer digitaler. Gingen wir nach den technischen Möglichkeiten der virtuellen Welt, könnten wir uns jetzt von zu Hause aus mittels WWW, Laptop, App, Skype und Co. in einen digitalen Ratssaal zum virtuellen Neujahrsempfang einloggen. Ich bin sehr froh, dass das nicht so ist und begrüße Sie alle miteinander somit ganz persönlich hier und jetzt zu unserem nunmehr 5. Auftakt in das neue Jahr auf das Herzlichste.

 

„Es sind die Begegnungen mit Menschen,

die das Leben lebenswert machen.“

Guy de Maupassant (1850 – 1893), französischer Erzähler und Novellist
Die weihnachtlichen Festtage und der Jahreswechsel waren für Sie hoffentlich erholsam und fröhlich.

Mein besonderer Dank gilt wie sonst auch an dieser Stelle all denjenigen Menschen unter uns, welche nicht zu Hause bei Ihren Familien oder Freunden sein konnten, sondern stattdessen über die Feiertage ihren Dienst zugunsten der Allgemeinheit im Haupt- oder Ehrenamt geleistet haben.

 

Schauen wir noch einmal kurz zurück auf das vergangene Jahr:

Die Welt um uns herum hat sich weiter verändert, leider nicht nur zum Guten. Immer wieder gibt es Berichte über brutale Gewaltszenen, Tod und blinde Zerstörung sowie Unterdrückung und Demokratieverlust. Und der islamische Terror ist auch in unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Deutschland längst angekommen.

Im Dezember letzten Jahres haben wir in einer spontanen Aktion vor dem Rathaus mit vielen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt symbolisch mit Kerzen deutlich gemacht, dass wir Gewalt und Terror auf das Schärfste verurteilen und gleichzeitig unser Mitgefühl den Opfern und Angehörigen des Terroranschlages auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ausgesprochen.

Ich hoffe, dass diese schrecklichen Ereignisse in der Welt zu entsprechenden Handlungen der Politik und Regierungen führen, die den Terror in der Welt endlich beenden und die Menschen in Frieden, Freiheit und Demokratie leben können.

Wir werden uns unsere gesellschaftlichen Werte nicht nehmen lassen und unser Leben, auch in Kaltenkirchen, weiterhin friedlich, freiheitlich und demokratisch gestalten.

 

2016 war wieder ein Jahr unterschiedlichster Herausforderungen, sowohl für unsere Stadt als Ganzes, als auch für jeden Einzelnen und in ganz unter schiedlicher Art und Weise, im beruflichen wie im privaten Leben.

 

Wir gemeinsam und jeder Einzelne haben sicher viele Erfolge errungen, oder das eine oder andere Mal zurückstecken oder gar Verluste erleben müssen.

 

Ich wünsche Ihnen allen, die immer noch mit Verlusten oder Schicksalen kämpfen, dass Sie die Kraft haben, diese zu überwinden.

 

Ein chinesisches Sprichwort sagt:

 

„Fege den Staub des letzten Jahres fort und mit ihm alle unguten Gefühle.“

 

Wohl dem, dem das gelingen mag. Ich wünsche es Ihnen jedenfalls von Herzen.

 

Wichtig ist, dass wir die an uns gestellten Herausforderungen angenommen haben. Und dass wir uns mit den Herausforderungen nicht in Problemen verlaufen, sondern gezielt nach Lösungen suchen und diese auch finden.

 

Wir haben in 2016 Projekte der Stadt ausgiebig diskutiert, uns letztendlich aber nicht in Problemdiskussionen verloren, sondern die gesteckten Ziele unserer Stadtentwicklung für mehr Lebensqualität in intensiven und vor allem demokratischen und öffentlich transparenten Prozessen konsequent verfolgt.

Die damit verbundene positive Wirkung wird auch über unsere Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen. In Kaltenkirchen leben mittlerweile stabil etwa 21.000 Menschen, Tendenz steigend. Die Einwohnerzahl in Kaltenkirchen stieg allein in 2016 um 500.

Wir haben den Charakter einer lebens- und liebenswerten sowie familien- und seniorenfreundlichen Mittelstadt mit einer überdurchschnittlich positiven Entwicklung weiter ausgebaut.

Eine Stadt mit großen Erfolgen, aber auch mit den dazugehörigen Ecken und Kanten sowie viel Potential für die Zukunft.

Für eine ausgewogene Stadtentwicklung kam es uns auch in 2016 darauf an, die einzelnen Bereiche des Stadtlebens nicht langwierig nacheinander, sondern möglichst miteinander in greifbaren Zeiträumen und unter Berücksichtigung der Interessen aller Altersgruppen zu entwickeln. Denn die Ergebnisse einer Stadtentwicklung sollen möglichst schnell für alle nutzbar werden.

Ich möchte nachfolgend einige Schwerpunkte der Stadt-entwicklung aus 2016 ansprechen:

Der Neubau und die Vermarktung von Wohnungen für alle Generationen in verschiedenen Wohngebieten gehen überdurchschnittlich gut voran, wie im Wiesenpark am Wiesendamm, im Wohngebiet an der Krückau, an der Süderstraße, an der Alvesloer Straße ehemals Paracelsus, im Wulfskamp oder an der Friedensstraße.

Es wird für unterschiedliche Einkommensverhältnisse gebaut, von ein- bis mehrgeschossig, ob EFH, RH oder DHH, barrierearm, in Eigentum oder Miete, teilweise mit Betreuung der Mieter und teilweise öffentlich gefördert.

Im Wohnungsbau wurden allein in 2016 insgesamt 374 Baugenehmigungen für neue Wohnungen erteilt.

Der Bau von festen Unterkünften am Kamper Stieg und der Kauf von Wohncontainern zur menschenwürdigen Unterbringung für mehr als 100 Flüchtlinge wurden abgeschlossen.

Unsere Wirtschaftsförderung hatte und hat ebenso alle Hände voll zu tun:

Zur Ansiedlung von Unternehmen und Schaffung von Arbeitsplätzen lief und läuft der Verkauf der Flächen im Gewerbegebiet Grashofstraße sehr erfolgreich, wie z. Bsp. für das neue Logistikzentrum POPP Feinkost, den Neubau von Baustoffe Plambeck, die Neuansiedlung der  Firma Küchen Aktuell oder des Baustoffwerkes KANN. Nahezu 2/3 der gesamten Fläche sind bereits an Unternehmen verkauft.

In 2016 gab es insgesamt 8 Firmen- Neuansiedlungen, 2 Verlagerungen, 2 Erweiterungen, womit ca. 180 Arbeitsplätze neu geschaffen wurden. Eine gute Tendenz, die wir auch zum Abbau von Arbeitslosigkeit brauchen und weiter verfolgen werden.

 

Auch unsere starke örtliche Wirtschaft verschafft uns notwendige Einnahmen in unseren Finanzhaushalt. Die Entwicklung der Gewerbesteuer war somit in 2016 und ist auch gegenwärtig positiv. In 2015 lagen wir noch bei rd. 12 Mio. €, in 2016 bei rd. 14 Mio. €.

Der Einzelhandel hat sich für mehr Einkaufmöglichkeiten weiter entwickelt, wie z. Bsp. durch weitere Ansiedlungen im neuen Ohlandpark und um den Bahnhof, durch den Neubau von Snickers an der Kieler Straße und durch den Neubau von Penny im Kretelmoor neben der VHS. Mit den neuen Geschäften holen wir weitere notwendige Kaufkraft nach Kaltenkirchen, was wiederum positive Synergieeffekte für den Handel im Ort bedeutet.

Das noch im Bau befindliche Wohn- und Geschäftshaus mit Restaurant und Außenterrasse am Glockengießerwall ist im Bau und wird zur notwendigen Belebung am Grünen Markt beitragen sowie die Kundenfrequenz der vorhandenen Geschäfte erhöhen.

Ich denke, dass wir um den grünen Markt noch mehr attraktive Gastronomie zur Belebung der Geschäfte gut gebrauchen können, da der grüne Markt sich als Zentrum der Begegnung und zum längeren Verweilen geradezu anbietet.

Aber nicht nur in den wohnungswirtschaftlichen und gewerblichen Bereichen sind wir gut vorangekommen, sondern auch in der schulischen und sozialen Infrastruktur.

Der Umbau der Gemeinschaftsschule Am Marschweg und der Umbau der Erich-Kästner-Schule zur Grundschule konnten abgeschlossen werden.

Die Grundschule Marschweg erhielt ähnlich wie die Grundschule Flottkamp mit dem Umzug erstmals ein eigenes Schulgebäude mit Sporthalle, Schulhof und Sportplatz.

Kinder einer Schulklasse, die vor kurzem im Rathaus zu Besuch waren, bestätigten mir mit fröhlichen Gesichtern, dass sie sich im neuen Schulkomplex sehr wohl fühlen.

Die in dem Grundschulgebäude Hamburger Straße noch im Bau befindliche Kindereinrichtung mit Krippe und Kindergarten sowie der vorhandene Hort runden das Angebot für die Kinder und Eltern, erzieherisch und pädagogisch, unter dem Motto „alles unter einem Dach“ sinnvoll ab.

Die Erich-Kästner-Schule und die Gemeinschaftsschule Am Marschweg mussten leider wegen des Rückgangs der Schülerzahlen der Erich-Kästner-Schule zusammengelegt werden. Es war natürlich für alle Betroffenen schwer, die Schule und damit das lieb gewonnene Bekannte aufgeben zu müssen. Die Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule fanden jedoch in der Gemeinschaftsschule Am Marschweg eine stabile und vor allem eine in die Zukunft gerichtete neue Heimat.

An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals für die besonderen zusätzlichen Leistungen der Schulen zum Umzug, aber auch für die sehr konstruktiven Gespräche mit den Elternbeiräten und den Umlandgemeinden des Schulverbandes, ohne die das so nicht möglich gewesen wäre.

Auf der anderen Seite wird unsere Schulstruktur wachsen, denn am Bahnhof Süd konnten wir in 2016 eine Fläche zur Errichtung der Leibnizschule verkaufen.

Der Ausbau der Kinderbetreuung in Krippe, Kindergarten und Hort ging weiter, mit dem Neubau der Kindereinrichtung im Wohngebiet Wiesenpark, dem derzeit laufenden Umbau des Untergeschosses der ehemaligen Erich-Kästner-Schule zur Kindereinrichtung und dem Neubau eines Hortgebäudes für zwei Hortgruppen an der Grundschule Flottkamp.

In 2016 wurden insgesamt 107 neue Betreuungsplätze in Krippe, Kindergarten und Hort geschaffen. Kaltenkirchen hat gegenwärtig insgesamt ca. 1300 Betreuungsplätze in Krippe, Kindergarten und Hort.

Alle Kinder sollen bedarfsgerecht mit einem Platz versorgt werden. Das ist insbesondere für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig.

Die Förderung der Vereine war auch in 2016 ein wichtiges Thema, durch finanzielle Bezuschussungen und das begonnene Sportstättenkonzept für den Sportstättenbau ab 2017.

Auch Maßnahmen zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger kamen nicht zu kurz.

Der dringend notwendige Neubau der Feuerwache an der Süderstraße wurde zum Erhalt der Sicherheit für unsere Bevölkerung termingerecht und zu den geplanten Kosten fertig gestellt sowie in Betrieb genommen. Auch viele Bürgerinnen und Bürger kamen zur feierlichen Einweihung im Herbst letzten Jahres in die neue Feuerwache, ein deutliches Zeichen der Identifikation und Anerkennung. Denn die Feuerwache wurde nicht allein für die Kameradinnen und Kameraden gebaut, sondern vordergründig für unsere Bevölkerung, also für jeden Einzelnen von uns. Den Umzug vom Kisdorfer Weg zur Süderstraße leisteten die Kameradinnen und Kameraden neben Ihrem Beruf und ihren Feuerwehreinsätzen ehrenamtlich selbständig. Herzlichen Dank für diese zusätzliche Leistung.

Wir alle dürfen zu Recht sehr froh und dankbar sein, dass wir weit über 100 aktive Kameradinnen und Kameraden haben, die für uns ehrenamtlich ihren Dienst tun, in über 300 Einsätzen/Jahr. Es kommt trotzdem weiterhin darauf an, kontinuierlich für Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr und das Verständnis bei den Arbeitgebern für den Feuerwehrdienst der Kameradinnen und Kameraden zu werben.

Eine positive Stadtentwicklung bedeutet in der Regel auch eine Zunahme des innerörtlichen Verkehrs sowie des Schmutz- und Regenwassers.

Wir brauchen intakte Straßen, Rad- und Gehwege sowie genügend und bedarfsgerecht gelegene Parkplätze, die den Verkehr aufnehmen können.

Damit im Zuge unserer Stadtentwicklung möglichst alle Beschäftigten und Besucher einen Parkplatz finden, hat der Bau des neuen Parkhauses mit ca. 110 Stellplätzen an der Brauerstraße begonnen.

Die Sanierung unserer Straßen, Rad-und Gehwege mit allen darunter liegenden Schmutz- und Regenwasserkanälen und sämtlicher Leitungen wurde folgerichtig fortgeführt, wie z. Bsp. mit der sehr umfangreichen Sanierung des über 50 Jahre alten Kisdorfer Weges oder der Kanalsanierung in und um die Straße Krauser Baum.

Auch dem Hochwasserschutz wurde Beachtung geschenkt. Durch den Kauf einer etwa 5 ha großen Fläche durch die Stadt und eine vertragliche Vereinbarung mit unserem Nachbarn Oersdorf konnte der Grundstein für die Herstellung einer kontrollierten Überschwemmungsfläche an der Ohlau als Maßnahme zum Schutz vor Hochwasser gesichert werden. Einige von Ihnen erinnern sich bestimmt noch an die Überschwemmungen am Radensweg.

Die Sanierung des Rathausgartens mit Teich wurde abgeschlossen und der Förderverein Patientenbetreuung und Gesundheitspflege Kaltenkirchen spendete großzügig zwei seniorengerechte Bänke.

Alle diese zuvor genannten Projekte konnten und können nur fachgerecht umgesetzt werden, wenn es zu den zahlreichen Beratungen der Fachausschüsse und Beschlüssen der Stadtvertretung eine leistungsstarke Verwaltung gibt.

Und die gibt es auch in Kaltenkirchen, bei deren Kolleginnen und Kollegen ich mich an dieser Stelle einmal öffentlich für die hervorragenden Leistungen bedanke. Unser Ziel ist es, die Effektivität der Stadtverwaltung weiter zu steigern und sie zu einem modernen Dienstleistungszentrum weiter auszubauen. Ich denke, dass wir hier auf einem guten Weg sind, der in den nächsten Jahren konsequent weitergeführt wird. Erfreulicherweise konnten in den vergangenen 5 Jahren viele jüngere Beschäftigte eingestellt werden. Das Durchschnittsalter aller Beschäftigten liegt heute bei 44,5 Jahren.

Zur Politik und Verwaltung gehören auch die Beauftragten, wie der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte, der ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte und die hauptamtliche Gleichstellungbeauftragte aber auch die Beiräte.

 

Bei allen so wichtigen Projekten der Stadt möchte ich deshalb nicht unerwähnt lassen, dass in 2016 die Wahl der Jugendstadtvertretung durchgeführt wurde und der Seniorenbeirat sein 25 jährigen Jubiläum feierte.

 

Ein für Politik und Verwaltung intensives Thema war auch der Umstieg des Haushaltes der Stadt auf ein neues Buchungswesen, wodurch so einige Schulungsabende für die ehrenamtlichen Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter zusätzlich zu den ohnehin schon zahlreichen und zeitintensiven Sitzungen anfielen. Im Zuge der Einführung der DOPPIK wurde erstmals für Kaltenkirchen eine Eröffnungsbilanz aufgestellt.

Trotz der zahlreichen investitionsstarken Projekte sind die Finanzen der Stadt auch in 2016 und auch 2017 ausgeglichen, auch dank der starken örtlichen Wirtschaftsunternehmen und der zinsschwachen Finanzierungen. Kredite wurden für wichtige Infrastrukturprojekte und in Verantwortung für die folgenden Generationen aufgenommen. Denn die junge Generation von heute benötigt auch morgen noch eine intakte wirtschaftliche und soziale Stadtstruktur.

Vieles ist geschehen in unserer Stadt und vieles haben wir noch vor. Stillstand ist Rückstand oder wie Johann Wolfgang von Goethe schon sagte:

„Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muss man beizeiten anfangen.“

 

Welche Schwerpunktthemen sind also für 2017 in Sicht?

Die Fortführung des Wohnungsbaus für unterschiedliche Einkommensverhältnisse und alle Generationen, Familien und Alleinstehende, betreut und anteilig öffentlich geförderter Wohnraum für geringere Einkommen bleibt ein wichtiges Thema.

Der Prozentsatz der Seniorinnen und Senioren an der Gesamtbevölkerung Kaltenkirchen betrug im Jahre 2016 über 25 %. Das sind ca. 5.400 Seniorinnen und Senioren. Der Neubau von etwa 60 betreuten seniorengerechten Wohnungen in der Brauerstraße und der Neubau einer Seniorenpflegeeinrichtung am Bahnhof mit etwa 100 Plätzen sichern mehr Teilhabe und kurze Weg gerade älterer Menschen in der Innenstadt. Bei dem Projekt Brauerstraße soll gleichzeitig mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger in der Brauerstraße geschaffen und das Rechtsabbiegen erleichtert werden.

 

Die Neuansiedlung von Unternehmen in den bestehenden Gewerbegebieten wird fortgeführt und die Erschließung eines neuen etwa 8 ha großen Gewerbegebietes Grashofstraße für kleinere Handwerksbetriebe zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze wird begonnen. Das neue Gewerbegebiet ist folgerichtig, denn unsere Bestandsgebiete sind weitestgehend vermarktet.

 

Die Bereicherung des Wochenmarktes mit weiteren Ständen und einem zweiten Wochenmarkttag bei Erhalt des typischen Wochenmarktangebotes belebt unsere Innenstadt.

Damit Kaltenkirchen weiterhin eine gute Durchmischung aller Altersgruppen behält, dem allgemein negativen demografischen Trend entgegen wirkt, wurde der Kurs einer bedarfsgerechten und dezentralen Versorgung in der Kinderbetreuung beibehalten.

Die Fertigstellung der Kindereinrichtung im Gebäude der Grundschule an der Hamburger Straße mit Erweiterung des Parkplatzes erfolgt zur Jahresmitte 2017. Die Planung einer Kindereinrichtung am Brookweg mit Zufahrt über die Alvesloer Straße im Wohngebiet der Deutschen Reihenhaus AG läuft; deren Inbetriebnahme ist für 2018/19 geplant.

Die bauliche und energetische Sanierung und die Modernisierung der Ausstattung unserer Schulen werden fortgeführt sowie die Sanierung der Heizung und Belüftung in der Bürgerhalle im Gymnasium abgeschlossen.

 

Die Inbetriebnahme der Leibnizschule am AKN Bahnhof Süd zur Erweiterung des Schulangebotes soll bis Ende 2017 erfolgen. Die Bauarbeiten im Erdbereich haben begonnen. Wir rechnen damit, dass möglichst viele auswärtige Kinder gerade südlich  von Kaltenkirchen die AKN nutzen werden. Ein vielseitiges Schulangebot ist auch wegen der differenzierten Interessen von Eltern und Kinder ein wichtiger Faktor der Stadtentwicklung.

Es soll eine Entscheidung zur Förderung der Stadtbücherei getroffen werden, nämlich zu den Varianten Sanierung oder Sanierung/ Erweiterung oder Abriss/Neubau am Standort bzw. zur Standortverlagerung der Bücherei ins Stadtzentrum. Die wirtschaftlichen Untersuchungen zu den Varianten sind abgeschlossen und werden der Stadtvertretung in Kürze zur Beratung und Entscheidung vorgestellt. Die Stadtbücherei soll gestärkt werden und für alle Generationen gut zugänglich sein, sowie Synergieeffekte für die Innenstadt erzielen. Sollte eine Verlagerung ins Zentrum wirtschaftlich umsetzbar  sein, so könnte das eine Belebung der Bücherei und auch des Zentrums zur Folge haben.

Der Abriss der alten Feuerwache am Kisdorfer Weg wird zugunsten der Stärkung der AKN und somit des ÖPNV Anfang 2017 abgeschlossen.

Es ist eine Folgenutzung des ca. 4000 m² großen Restgrundstückes zu entscheiden, um einen sinnvollen Lückenschluss dieser Baulücke zu erhalten; sicher auch unter Beachtung der dort in Nachbarschaft schon vorhanden Nutzungen am Kisdorfer Weg.

Die leider verschobene Sanierung der Asphaltdecke an der Friedenseiche, einschließlich der Herstellung einer neuen Linksabbiegerspur in den Jungfernstieg soll bis spätestens Mitte 2017 fertig sein.

Der 2. Bauabschnitt Kisdorfer Weg soll bis Mitte 2017 fertig gestellt werden. Für den 3. und letzten Bauabschnittes bis zum Oersdorfer Weg erfolgt in 2017 die Bauplanung, Ausschreibung und Vergabe. Er soll in 2018 begonnen und auch in 2018 fertig gestellt werden. Der dann über 3 Jahre vollständig sanierte Kisdorfer Weg stellt eine zeitgemäße in die Zukunft gerichtete Verbindungsstrecke für Fahrzeuge, aber auch für Fußgänger und Radfahrer insbesondere zwischen Bahnhof und Ohlandpark dar.

Der Rückbau der noch genutzten insgesamt etwa 50 Sand- Behelfsparkplätze am Bahnhof und Brauerstraße, welche damals im Zuge der Sanierung des Parkhauses gebaut wurden, erfolgt mit der Fertigstellung des neuen Parkhauses.

Es wird ein umfangreiches Konzept zur Verbesserung der Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet erstellt, um Straßen, Wege und Plätze besser als bisher auszuleuchten. Eine bauliche Umsetzung könnte ggf. ab Ende 2017 oder zu Beginn 2018 erfolgen.

Wir sollten uns zur Belebung der Innenstadt weiterhin über mehr Außengastronomie am grünen Markt unterhalten. Aber auch über die Gestaltung auf und um den Markt, auch für Familien mit Kindern, da der grüne Markt sich als Zentrum der Begegnung und zum längeren Verweilen geradezu anbietet.

Auf Basis des neuen Sportstättenkonzeptes geht es unter anderem um eine mögliche bauliche Erweiterung der Vereinsheime des FSC Kaltenkirchen und der Kaltenkirchener Turnerschaft für Umkleiden, Duschen und WC, um die Sanierung des Kunstrasen-Großspielfeldes auf der KT Sportanlage Marschweg und um die Bereitstellung einer Heimstätte für den Sportverein Fetihspor. Bei der Sportstättenplanung sitzen Vereine, Politik und Verwaltung gemeinsam am Tisch, um zusammen zukunftsorientierte Lösungen für den Sport zu finden. Die weitere Nutzung der ehemalige Tennishalle Schirnauallee ist ebenfalls zu klären, ggf. für den Breitensport zur Verfügung zu stellen.

Die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge dezentral in Wohnungen und die Integration durch Sprache, Ausbildung und Beruf sowie die Beachtung unserer Gesetze und Werte werden das Ehrenamt wie auch das Hauptamt weiter beschäftigen. Ein besonderer Dank gilt hierbei den vielen ehrenamtlichen Flüchtlingslotsen, die mit viel Menschlichkeit, Geduld und Zeit die Integration intensiv unterstützen.

Zur Stärkung des Baubetriebshofes werden weiterhin Maschinen und Geräte angeschafft, damit die Aufgaben im Stadtbereich ordnungsgemäß erledigt werden können. Insbesondere zur Pflege der Grünflächen, der Spiel-und Bolzplätze, für laufende Reparaturen an Straßen und Wegen sowie für Aufräum- und Reinigungsarbeiten in der Stadt. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle, dass das Team des Bauhofes jährlich freiwillige Arbeitseinsätze an der KZ- Gedenkstätte in Springhirsch an Samstagen leistet.

Viele kümmern sich um Ordnung und Sauberkeit in unserer Stadt. Leider gelingt es nicht allen Menschen unter uns, sich an eine gewisse Grundordnung zu halten, indem zum Bespiel die Kleider- und Flaschen-Sammelplätze als Müllabladeplätze missbraucht werden. Sehr zum Leidwesen aller anderen, die sich an Ordnung halten. Da können und müssen wir noch besser werden.

In Zusammenarbeit mit dem Gewässerpflegeverband Ohlau und der Gemeinde Oersdorf werden die Bauarbeiten für die Retentionsfläche an der Ohlau als Maßnahme des Hochwasserschutzes begonnen.

Unsere Holstentherme als ein sehr attraktives und wirkungsvolles Aushängeschild unserer Stadt erlebt zugunsten der Besucherinnen und Besucher einen weiteren Umbau. Und das ohne finanzielle Belastungen für den Stadthaushalt. Danke für die tolle Arbeit der Geschäftsführungen und des Aufsichtsrates. Immerhin nutzen jährlich fast eine halbe Million Gäste die Wohlfühltherme und nehmen dafür Fahrstrecken von teilweise über 100 km in Kauf.

Der Ausbau des ÖPNV wird eine zunehmende Rolle spielen. Auch ich werde mich weiterhin für die S-Bahn Hamburg-Kaltenkirchen und die Verkürzung der Taktzeiten Kaltenkirchen-Bad Bramstedt einsetzen. Die Klärung des Einsatzes unseres Stadtbusses wird ein Thema bleiben.

Aber auch die Verbesserung der Ärzteversorgung mit Haus- und Fachärzten im Ort wird uns beschäftigen und wir werden hoffentlich eine positive Veränderung für Kaltenkirchen erreichen.

Zusammenfassend bleibt rückblickend und mit Ausblick in die Zukunft festzustellen, dass 2017 kein Jahr des Stillstandes, sondern wiederum ein Jahr der Entwicklung sein wird.

 

Allein für Investitionsmaßnahmen in eine nachhaltige Infrastruktur in Verantwortung für alle Generationen stehen uns in 2017 Mittel in Höhe von rd. 11 Mio. € zur Verfügung.

Lieber Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Damen und Herren.

Bei allen Vorhaben kommt es sehr drauf an, dass wir alle zusammen zugunsten einer positiven Entwicklung unserer Stadt, zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürgerinnen und auf gute Nachbarschaft mit den Umlandgemeinden, eng miteinander und füreinander einstehen.

Ich danke allen Beteiligten für die erreichten Erfolge unserer Stadtentwicklung und in der regionalen Entwicklung, wie im Schulverband als auch  in anderen kommunalen Verbänden.

Ein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen für die endlos vielen Stunden Ihres unermüdlichen Einsatzes zugunsten der Allgemeinheit und den Spendern für gemeinnützige Zwecke.

Den Mitbürgerinnen und Mitbürgern danke ich für Ihre Mitwirkung, die Anregungen in zahlreichen Gesprächen, für Ihre Ausdauer sowie Ihr Vertrauen.

Für die Begleitung des heutigen Neujahrsauftaktes ein Dankeschön an die Landfrauen für das leckere Buffet und an mein Verwaltungsteam für die Vorbereitung und Betreuung.

Lassen Sie sich die anschließenden vielseitigen musikalischen Darbietungen in der Stadt nicht entgehen, wie am Bahnhof, im Bürgerhaus, im Ohlandpark, im Jugendhaus oder in der Michaeliskirche.

Danke an die Familie Dodenhof für die Finanzierung dieser Musikveranstaltungen.

Das Jahr 2017 ist ein Wahljahr. Bitte gehen Sie zur Wahl und lassen sie rechtspopulistischen Bewegungen keinen Raum.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Jahr 2017, verbunden mit Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Ihr Hanno Krause

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